"We make a living by what we get, but we make a life by what we give."

Make Me Smile International (MMSI) ist eine in Österreich, Deutschland und der Schweiz ansässige, gemeinnützige Organisation. Seit 2012 hält Make Me Smile International den Spendenbegünstigungsbescheid in Österreich. 2020 wurde die Gemeinnützigkeit/Steuerbefreiung auch für Deutschland und die Schweiz zugesprochen. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen ist MMSI in Kenia, Kolumbien und im Libanon tätig.

Die Stiftung Estación Biológica Bachaqueros – ist eine kolumbianische NGO mit 25 Jahren Erfahrung rund um Aufforstungsarbeit und Projektentwicklung zur Wiederherstellung tropischer Ökosysteme und die Erforschung ihrer Biodiversität. Ihr soziales Engagement fokussiert sich auf die Ausbildung lokaler Gemeinschaften zur Entwicklung konkreter Maßnahmen für den Schutz, die Wiederherstellung und die nachhaltige Bewirtschaftung von Ökosystemen und Wasserressourcen.

Projekt zur Wiederbelebung des Urwaldes – “Viveros Hermanos”- Partizipative Aufforstungsinitiative

Das Projekt zur Wiederherstellung der einheimischen Wälder (lokaler Name: Viveros Hermanos) wurde von der FEBB konzipiert, um ihre Arbeit zur Wiederherstellung der lokalen Ökosysteme und zur Förderung der sozialen und ökologischen Vernetzung in ausgewählten Regionen fortzusetzen, die vom Verlust der Artenvielfalt und Wassermangel betroffen sind. Das Projekt entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen FEBB und Make Me Smile International mit dem Ziel 1.000.000 einheimische Bäume zu pflanzen.

Dieses ehrgeizige Projekt wurde am 2. Dezember 2019 formell ins Leben gerufen, wobei die erste Phase und das Ziel die Produktion und Pflanzung von 100.000 Bäumen in einem Zeitraum von 18 Monaten ist.

Die FEBB bringt auch ihre 25-jährige Erfahrung und Methodologie über Aufforstungsarbeit um mit lokalen Gemeinschaften an der ökologischen Wiederherstellung und Rehabilitation zu arbeiten. Darüber hinaus konzentriert sich ihre Arbeit auf die Wiederherstellung natürlicher Wasserquellen und Ökosysteme, die für die indigenen Gemeinschaften Kolumbiens von kultureller und existentieller Bedeutung sind. Das Projekt umfasst die Einführung von Agroforstsystemen, das Pflanzen von Bäumen in Städten und andere Pflanzungen mit lokalen Bauern und indigenen Gemeinschaften.

Die Wiederbelebung des einheimischen Waldes legt besonderen Wert auf die Wiederherstellung der bedrohten lokalen Flora und die Anpflanzung einheimischer Laubholzarten in Übereinstimmung mit der internationalen Liste für bedrohte Arten.

Methoden

Die Methode, die für dieses Projekt geschaffen wurde, nennt sich soziale axiale dynamische Forschung und ist eine Variation der Forschungsmethode des kolumbianischen Soziologen Fals Borda. In Verbindung mit anderen Methoden zur Wiederherstellung von Ökosystemen folgt das Projekt den Schritten des kolumbianischen Nationalen Plans zur Wiederherstellung von Ökosystemen.

Ergebnisse und Ansatz

Das Ziel der ersten Phase sind 100.000 einheimische Bäume zusammen mit lokalen Gemeinschaften zu produzieren und zu pflanzen. Insgesamt sollen 75 Arten gepflanzt werden, von denen 15 Arten vom Aussterben bedroht sind. Hierfür wurden 6 “Waldhüter” ausgebildet, die bereits über 60 Workshops in 5 verschiedenen Gebieten in der Karibikküste und in der Sierra Nevada-Gebirgskette organisiert haben. In den Workshops werden lokale Gemeinschaften, Bauern und indigene Gruppen darin geschult, wie man Samen identifiziert, wie man sie keimen lässt und wie man Baumschulen für die Produktion neuer Bäume herrichtet.  Darüber hinaus wird ihr Wissen über Baumsorten, ihre medizinische Verwendung und darüber, wie bestehende Wälder erhalten und geschützt werden können, gestärkt.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Förderung der Identifizierung bestimmter Baumarten als potenzielle Nahrungsquellen, Medikamente und Verwendung für Kosmetika, um die lokalen Bauern zu unterstützen und ihre Vision des Aufbaus einer Kreislaufwirtschaft durch diese geschaffenen Netzwerke zu verwirklichen.

Während der ersten 11 Monate des Projekts bis zu diesem Datum baute die FEBB ein Team von lokalen Freiwilligen und Angestellten auf und trainierte Ausbilder für die Workshops.

Das Netzwerk von Mikro- und Makro-Baumschulen bildet ein zusammenhängendes Netz von Ökosystemen zum Schutz von Gebieten von kultureller und ökologischer Bedeutung. Das Projekt dient auch zur Erforschung der einheimischen Flora und den Austausch von Wissen über die nachhaltige Nutzung und den Handel von ökologischen Naturprodukten, die mit der Biodiversität der gepflanzten Bäume in Zusammenhang stehen. Zusätzlich wird ein Austausch zwischen verschiedenen Baumschulen geschaffe um Pflanzenarten wieder einzuführen, die in bestimmten Gebieten ausgerottet wurden. Wir haben viele verschiedene Gemeinschaften und ihre Bewohner durch ein gemeinsames Ziel miteinander verbunden, um ihr Land zu schützen, Wissen auszutauschen und den Klimawandel zu bekämpfen. Indem wir verschiedene Kleinstbaumschulen und ihre Betriebe miteinander verbinden und ihren natürlichen Wald wiederherstellen, wollen wir auch Wildtierkorridore für Tiere wie den Jaguar schützen und wiederherstellen.

Mit Hilfe eines Diagnoseprozesses ermitteln wir, welche Samen auf den einzelnen Farmen gesammelt werden müssen, und wählen die richtige Parzelle, Pflanzenarten und Mengen aus die gepflanzt werden sollen.

Der Aufforstung Prozess im VIVEROS HERMANOS – URWALD AUFFORSTUNGSPROJEKT schafft und verbindet Mikroklimata, während gleichzeitig bestehende Wasserquellen geschützt und beschädigte wiederhergestellt werden, um die Wasserverfügbarkeit für die lokalen Gemeinschaften zu gewährleisten und dadurch die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern.

Interaktive Karte der bisher gepflanzten und georeferenzierten Bäume

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